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Prinzipalmarkt 22 48143 Münster

DIE (PRIVATE-) BERUFS- UNFÄHIGKEITS- VERSICHERUNG

Sie haben Probleme mit der Berufsunfähigkeitsversicherung? Dann gehen Sie direkt zum Fachanwalt

Wenn Sie nicht mehr arbeiten können, vielleicht sogar  berufs- oder sogar erwerbsunfähig sind, sollte der Schutz Ihrer (privaten) Berufsunfähigkeitsversicherung eintreten. Allerdings können schon mit der Antragstellung im Prüfungsverfahren beim Versicherer Fehler unterlaufen, die Ihnen Ihren Schutz kosten können. Es kommt darauf an, vorgeschriebene Formalien zu wahren und es gilt bestimmte Mitwirkungspflichten / Obliegenheiten zu erfüllen.

Sollte Ihre Versicherung die vereinbarte Leistung dennoch kürzen oder ablehnen, müssen Sie sich nicht damit abfinden. Oft sind Versicherer zur Zahlung verpflichtet. Auch dann, wenn sie Ihnen gegenüber das Gegenteil behaupten.

Ziehen Sie rechtzeitig einen Anwalt bzw. Fachanwalt für Versicherungsrecht zu Rate. Wir , die Anwaltskanzlei Bussmann & Bussmann in Münster, unterstützen Sie bei allen notwendigen Schritten, wenn es um die Wahrung Ihre Ansprüche gegenüber Ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung geht – schnell und kompetent.

Daniel Bussmann – Fachanwalt für Versicherungsrecht

Als Fachanwalt im Versicherungsrecht kennt sich Anwalt Daniel Bussmann mit den Problematiken der (privaten) Berufsunfähigkeitsversicherung aus. Wenn Sie Schwierigkeiten mit Ihrem Versicherer haben, dann sollten Sie rechtzeitig einen erfahren Anwalt im Bereich der Berufsunfähigkeitsversicherung zu Rate ziehen, z.B. bei:

  • verzögerter oder unsachgemäßer Leistungsprüfung,
  • Leistungsverweigerung wegen vorvertraglicher Anzeigepflichtverletzung,
  • Leistungsverweigerung wegen behaupteten Fehlens der bedingungsgemäßen Berufsunfähigkeit,
  • Auseinandersetzungen im Nachprüfungsverfahren.

Vertrauen Sie uns Ihren Fall an, wir arbeiten unabhängig und engagiert für Ihr Recht. Denn gerade im Falle einer Berufsunfähigkeit brauchen Sie einen kompetenten Partner an Ihrer Seite. Wir vereinbaren flexibel kurzfristige Gesprächstermine und Erstkontakte. Für eine kompetente Rechtsberatung und Betreuung Ihrer Angelegenheit steht Ihnen Fachanwalt Daniel Bussmann gerne zur Verfügung.

Unsere Leistungen für berufsunfähige Mandanten:

  • Beratung bei Berufsunfähigkeit
  • Durchsicht und Prüfung der Versicherungsunterlagen, Korrespondenz
  • Planen einer realistischen Strategie
  • Einschätzen der Erfolgsaussichten
  • Außergerichtliche und gerichtliche Vertretung / Klage

 

Die (private) Berufsunfähigkeitsversicherung

Die (private-) Berufsunfähigkeitsversicherung gehört im Versicherungsrecht zu den sogenannten Personenversicherungen. Sie deckt das Risiko des Versicherten ab, infolge einer vorzeitigen Berufsunfähigkeit einen finanziellen Abstieg zu erleiden.

Der Versicherer übernimmt die vertraglich vereinbarte Leistung (häufig in Form einer Berufsunfähigkeitsrente) unabhängig von der Frage, ob der Versicherte durch die Berufsunfähigkeit eine Einkommenseinbuße erleidet. Häufig wird die Berufsunfähigkeit nicht nur als selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung, sondern auch als sog. Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ) zu einer Lebensversicherung angeboten. Die versicherungsrechtlichen Grundlagen befinden sich:

  • in den §§ 172 bis 177 VVG (sowie den allgemeinen gesetzlichen Regelungen des Versicherungsrechts für alle Versicherungszweige, §§ 1-73 VVG)
  • sowie den vertraglichen Vereinbarungen, insbesondere den Allgemeinen Versicherungsbedingungen (häufig BU bzw. ABU genannt).

Voraussetzungen für Leistungen aus der Berufsunfähigkeitsversicherung

Grundvoraussetzungen für Leistungen aus der Berufsunfähigkeitsversicherung ist die Berufsunfähigkeit. Gemäß § 172 Abs. 2 VVG ist berufsunfähig, wer seinen zuletzt ausgeübten Beruf, so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgestaltet war, infolge Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechenden Kräfteverfall ganz oder teilweise voraussichtlich auf Dauer nicht mehr ausüben kann.

Voraussetzung ist also einmal eine gesundheitliche Komponente, also Krankheit (wobei auch psychische Krankheiten die Berufsunfähigkeit begründen können), Körperverletzung oder Kräfteverfall. Ferner muss es infolge dieser gesundheitlichen Komponente zu einer Beeinträchtigung in Bezug auf den konkreten Beruf kommen.

Dieses muss der Versicherungsnehmer darlegen. Es ist daher regelmäßig erforderlich, einen typischen Arbeitstagesablauf mit einer konkreten Arbeitsbeschreibung darzulegen. In dieser werden die im Beruf der versicherten Person anfallenden Tätigkeit nach ihrer Art und Häufigkeit ebenso wie nach ihrem zeitlichen Umfang im Einzelnen dargestellt werden (wie eine Art Stundenplan). Ferner muss die Berufsunfähigkeit voraussichtlich dauernd sein. Dieses erfordert eine medizinische Prognose des Inhalts, dass nach dem Stand der medizinischen Wissenschaft eine Erwartung auf Besserung nicht mehr gerechtfertigt ist.

Die Bedingungen sehen häufig eine sog. „fingierte“ Berufsunfähigkeit vor. Danach wird die Berufsunfähigkeit angenommen, wenn die versicherte Person sechs Monate ununterbrochen infolge Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfalls, was ärztliche nachzuweisen ist, vollständig oder teilweise außer Stande war, seinen Beruf oder eine Tätigkeit auszuüben, die aufgrund seiner Ausbildungserfahrung ausüben kann und die seiner bisherigen Lebensstellung entspricht.

Verweisung im Rahmen der Berufsunfähigkeitsversicherung

Zu beachten ist auch, ob die Bedingungswerke ein Recht des Versicherers zur sog. Verweisung vorsehen. Hierdurch wird es dem Versicherer ermöglicht, den Versicherten auf einen vergleichbaren Beruf zu verweisen. Der Versicherer muss in diesem Fall konkret einen alternativen Verweisungsberuf dem Versicherten benennen. Die neue Tätigkeit muss den Fähigkeiten, Kenntnissen und der Lebensstellung des Versicherten entsprechen (sog. abstrakte Verweisung). Dabei spielt es keine Rolle, ob es für den verwiesenen Beruf freie Stellen auf dem Arbeitsmarkt gibt. In vielen Bedingungswerken wird jedoch auf diese abstrakte Verweisung vollständig verzichtet. Je nachdem ergeben sich die nachfolgenden Konsequenzen:

Abstrakte VerweisungKonkrete Verweisung

Klauselbeispiel:

Ist außer Stande, seinen Beruf …. oder eine andere Tätigkeit auszuüben, die aufgrund seiner Kenntnisse und Fähigkeiten ausgeübt werden kann und die seiner bisherigen Lebensstellung entspricht …“

„…, wenn der Versicherte infolge Krankheit, … voraussichtlich für die Dauer von mindestens drei Jahren (Prognosezeitraum) außer Stande ist, seinen Beruf, die er vor Eintritt der Krankheit, Körperverletzung oder des Kräfteverfalls geschaffen war, auszuüben“.
Versicherer muss konkret einen alternativen Verweisungsberuf benennen.Der Versicherte übt nach Eintritt der Berufsunfähigkeit konkret eine Tätigkeit aus.
Neue Tätigkeit muss den Fähigkeiten, Kenntnissen und der Lebensstellung des Versicherten entsprechen.Die ausgeübte Tätigkeit entspricht den Fähigkeiten, Kenntnissen und der bisherigen Lebensstellung des Versicherten.

Vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung im Rahmen der Berufsunfähigkeitsversicherung

Ein häufiges Problem (auch im sonstigen Versicherungsrecht) in der Praxis sind die sog. (vorvertraglichen) Anzeigeobliegenheiten. Verletzt der Versicherungsnehmer diese, stehen dem Versicherer verschiedene Sanktionsrechte zu bis hin zur Leistungsfreiheit (z. B. bei arglistiger Täuschung). Nach § 19 VVG (Allgemeiner Teil des Versicherungsrechts) muss der Versicherungsnehmer dem Versicherer Umstände anzeigen, nachdem der Versicherer ausdrücklich in Textform gefragt hat. So sind etwa bei der Frage nach Krankheiten in den letzten fünf Jahren Herz- und Kreislauferkrankungen, Nierenentzündungen, ein insulinpflichtiger Diabetes, Depressionen anzugeben.